Sanierte Altlast O2: Kiener-Deponie

Die Altlast "Kiener-Deponie" war in einer ehemaligen Lehmgrube angelegt worden. Beginnend in den 70er Jahren bis 1983 wurden Hausmüll sowie gewerbliche und industrielle Abfälle, Sondermüll und Bentonitschlämmen abgelagert. Im Zeitraum von Ende 1998 bis Ende 2000 erfolgte die vollständige Räumung der ehemaligen Deponie. Die Abfälle wurden vor Ort vorbehandelt und in weiterer Folge zu verschiedenen Anlagen zur Behandlung oder Deponierung abtransportiert.

Bezirk:
Gemeinde:
Katastralgemeinde:
Grundstücksnummern:
Wels-Land,
Aichkirchen,
Aichkirchen,
345/2
Lage der Altlast : Altlast im GIS anzeigen
Art der Fläche: Altablagerung
Fläche Altlast (m²): 18.000 m²
Schadstoff(e)
Datum Eintrag Altlastenatlas: 01.03.1990
Datum der Prioritätenfestlegung: 27.03.1991
Priorität: 2
Datum Ausweisung dekontaminiert: 20.06.2002
Status Maßnahme: abgeschlossen
Art der Maßnahme: Dekontamination
Sanierungsverfahren (Gruppe): Räumung
Datum Aktualisierung Altlastenatlas: 01.07.2002

BESCHREIBUNG DER ALTLAST

In einer Ziegelgrube waren durch die Schüttung von Erddämmen 4 Becken zur Ablagerung von Abfällen angelegt worden. In weiterer Folge waren beginnend in den 70er Jahren bis 1983 die zwei südlichen Becken mit Bentonitschlämmen sowie das nordöstliche Becken mit Hausmüll (HSM-Becken) verfüllt worden. Insgesamt wurden Abfälle im Ausmaß von ca. 66.000 m³ abgelagert.

Insbesondere in das Hausmüllbecken waren auch größere Mengen an gewerblichen und industriellen Abfällen (z.B. Altöle, Galvanikfilterkuchen) abgelagert worden. Das Volumen der im Hausmüllbecken abgelagerten Abfälle hat insgesamt 16.000 m³ betragen. Im Bereich des Hausmüllbeckens waren eine mineralische Sohlabdichtung sowie ein Drainagesystem, das in einen Sickerwassersammelteich entwässerte, errichtet worden.

Die Bentonitbecken 1 und 2 der Altablagerung waren für nicht erdölhältige Bentonitschlämme und Bohrklein vorgesehen. Es wurden keine Maßnahmen zur Abdichtung der Sohle gesetzt. Im Jahr 1990 war das Bentonitbecken 1 bereits mit einer mineralischen Abdeckung abgeschlossen, während im Bereich des Bentonitbeckens 2 an der Oberfläche ein Teich ausgebildet war. Der Inhalt der beiden Becken hat rund 50.000 m³ betragen.

Die Deponie liegt in der oberösterreichischen Molassezone auf einem leicht in Richtung Osten fallenden Hang. Unter einer unterschiedlich mächtigen Lehmdeckschicht stehen tertiäre Schichtglie-der der Innviertler Serie an. Die Mächtigkeit der anstehenden Atzbacher Sande, die als Ziegeleilehme abgebaut wurden, schwankt zwischen 2 und 12 m. Das Liegende der Atzbacher Sande stellen Vöcklaschichten (tonigschluffiger, festgelagerter Schlier) dar. Die Schichtgrenze, die jedoch diffus ausgebildet ist, liegt zwischen 403 und 410 m ü.A. Der anstehende Schlier ist stark geklüftet und stellt einen Kluftgrundwasserleiter dar. In einer Tiefe von etwa 15 bis 20 m unter dem natürlichen Gelände bzw. rund 10 m unterhalb der Sohle der ehemaligen Deponiebecken ist ein zusammenhängender Grundwas-serhorizont ausgebildet. Der Grundwasserspiegel im Bereich des Standortes der ehemaligen Deponie befindet sich etwa zwischen 397 und 398 m ü.A.

Das Grundwasser tritt in manchen Bereichen als leicht gespanntes Grundwasser auf. Die generelle Strömungsrichtung des Grundwassers ist nach Südosten gerichtet. Es treten jedoch kleinst-räumig stark divergierende Strömungsrichtungen und Strömungsgeschwindig-keiten auf, die vor allem auch durch einzelne Fließwege entlang von Klüften, bestimmt werden. Für den ersten Grundwasserhorizont stellen in weiterer Folge der Unterselinger bzw. der Willinger Bach im Norden und Osten bzw. der Pisdorfer Bach im Süden die Vorfluter dar. Über tiefere Grundwasserhorizonte und Verbindungen zwischen den einzelnen Grundwasserstockwerken sind keine Aussagen möglich.

Unmittelbar westlich an die Altlast "Kiener-Deponie" bestand früher die Altlast "Schwermetallsilos". Diese Altlast ist durch Umlagerung am Standort saniert worden. Im Grundwasserabstrom der beiden Standorte befinden sich bis heute keine Brunnen. Nördlich der Altlast sind in einer Entfernung von ca. 200 m Hausbrunnen vorhanden. Die nächstgelegene öffentliche Trinkwasserversorgungsanlage liegt ca. 800 m entfernt im Südwesten des Standortes.

 

GEFÄHRDUNGSABSCHÄTZUNG

Die "Kiener-Deponie" bestand aus einem Kompartiment für Hausmüll und zwei Kompartimenten für Bentonitschlämme. Die Kompartimente waren als Erdbecken angelegt worden und durch Erddämme voneinander getrennt. Neben Hausmüll und Bentonitschlämmen gelangten jedoch auch verschiedenste gewerbliche und industrielle Abfälle, die zum Teil ein stark erhöhtes Schadstoffpotential (z.B. Lösungsmittel, Altöle, Galvanikrückstände) beinhalteten, zur Ablagerung. Auch die Bentonitschlämme zeigten, insbesondere in Bezug auf Mineralöle und Schwermetalle, ein erhöhtes Schadstoffpotential. Insgesamt war eine Kubatur von etwa 66.000 m³ Abfälle abgelagert worden.

Aufgrund der ungenügenden Sohlabdichtung und des nicht mehr funktionsfähigen Drainagesystems im Bereich des Hausmüllbeckens sowie der Tatsache, dass im Bereich der Bentonitbecken keine Maßnahmen zur Sohlabdichtung durchgeführt worden waren, musste davon ausgegangen werden, dass kontaminierte Sickerwässer aus der Deponie in den Untergrund gelangen.

Im Jahr 1990 zeigten die Ergebnisse von Grundwasseruntersuchungen im Nahbereich der Altablagerung, dass eine Beeinflussung der Qualität des Grundwassers gegeben war. Chlorierte Kohlenwasserstoffe traten in Konzentrationen bis zu 10 µg/l auf. Vereinzelt waren auch andere organische sowie anorganische Schadstoffe in erhöhten Konzentrationen feststellbar.

Die im unmittelbaren Umfeld der Deponie im Jahr 1990 gemessenen Konzentrationen an Schadstoffen gaben in Anbetracht der festgestellten Deponieinhaltsstoffe und der Schadstoffkonzentrationen im Sickerwasser der Deponie jedenfalls nicht die zu erwartende starke Verunreinigung des Grundwassers wieder. Als Ursachen waren vermutlich anzusehen,

  • dass durch den lokalen Kluftgrundwasserleiter sehr komplexe hydrogeologischen Standortgegebenheiten gegeben sind, die eine Lokalisierung von Schadstoffaustritten bzw. -fahnen durch punktuel-le Aufschlüsse wie Bohrungen erschweren und
  • das Schadstoffrückhaltevermögen der die Deponie unterlagernden Schichten.

Aufgrund des inhomogenen Aufbaus der verschiedenen Erddämme der einzelnen Deponiebecken musste davon ausgegangen werden, dass die aufgeschütteten Erddämme der einzelnen Becken nicht ausreichend standsicher waren und dass aus dem Bereich des Bentonitbeckens 1 Deponiewässer in das Hausmüllbecken einsickern konnten. Aufgrund der Tatsache, dass an der Folie des Sickerwassersammelbeckens Risse festgestellt wurden, musste außerdem angenommen werden, dass es auch im Bereich des Sickerwassersammelbeckens zum Austritt stark belasteter Wässer in den Untergrund gekommen war.

Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass in der "Kiener-Deponie" eine größere Menge an Abfällen mit stark erhöhtem Schadstoffpotential abgelagert worden war und dass die getroffenen deponietechnischen Maßnahmen nicht geeignet waren eine Ausbreitung von Schadstoffen im Untergrund zu verhindern, so dass eine erhebliche Gefährdung des Grundwassers gegeben war. Im Jahr 1990 war jedoch im Grundwasserabstrom der Altablagerung lediglich ein relativ geringer Eintrag von Schadstoffen in das lokale Grundwasser zu beobachten. Der betroffene erste Grundwasserhorizont wurde bzw. wird im Abstrombereich nicht genutzt.

 

BESCHREIBUNG DER SANIERUNGSMAßNAHMEN

Ziel der Sanierungsmaßnahmen war es die Verlagerung und Ausbreitung von Schadstoffen aus dem Bereich der Altlast in die Umgebung dauerhaft zu unterbinden. Die Sanierung erfolgte durch Räumung. Dabei wurden die Abfälle vor Ort sortiert und in weiterer Folge abtransportiert und einer ordnungsgemäßen Behandlung bzw. Deponierung zugeführt. Über den eigentlichen Deponiekörper hinaus wurde auch an der Sohle anstehende kontaminierte Böden entfernt.

Bereits im Jahr 1989 waren im Bereich des Hausmüllbeckens erste Sicherungsmaßnahmen angeordnet worden. Diese Sofortmaßnahmen umfassten die Abdichtung der Oberfläche mit einer Kunststofffolie, die Errichtung von Sickerwasserentnahmebrunnen sowie das Abpumpen des Sickerwassers.

Ende des Jahres 1998 wurde mit den Arbeiten zur Sanierung begonnen. Die Räumung der Abfälle wurde innerhalb der darauffolgenden beiden Jahren bis zum 30. Oktober 2000 durchgeführt. Der Rückbau und die Rekultivierung der Flächen konnte im Juni 2001 abgeschlossen werden.

Errichtung der baulichen Infrastruktur

Die Errichtung der baulichen Infrastruktur zur Durchführung der Sanierungsarbeiten erfolgte im Zeitraum von Februar 1999 bis August 1999 und umfasste im wesentlichen folgende Arbeiten:

  • Errichtung einer Manipulationshalle mit einer Nutzfläche von ca. 3.400 m² zur Sortierung der Abfälle
  • Überdachung des Hausmüllbeckens mit einem ca. 3.400 m² großen Flugdach
  • Herstellung von ca. 7.000 m² asphaltierten Freifläche als Zwischenlager für die zum Abtransport in Container verladenen Abfälle
  • Errichtung eines Containerdorfes und einer Brückenwaage
  • Errichtung von Löschwasservorratsbecken, Auffangbecken, Einbau eines Ölabscheiders und einer kontinuierlichen Abwasserüberwachung
  • Errichtung einer Luftmessstation

Räumung des Hausmüllbeckens

Vor dem Abbau einzelner Teilabschnitte erfolgte jeweils eine Vorbelüftung mit Sauerstoff, der über Druckluftlanzen in den Deponiekörper eingebracht wurde. Durch die Vorbelüftung wurde eine Trocknung und ein verbesserter Abbau des Hausmülls sowie eine Geruchsminimierung für den Abbau der Abfälle erzielt. Nach der Vorbelüftung wurden die im Zuge von Sofortmaßnahmen aufgebrachte Folie zur Oberflächenabdichtung sowie die ca. 1 bis 2 m starke mineralische Deckschicht entfernt. Unbelastetes Material der Deckschicht wurde für den Wiedereinbau auf ein Zwischenlager verbracht. Der Deponiekörper wurde anschließend jeweils schichtweise abgetragen. Beim Abbau des Deponiekörpers wurden mehr als 2.200 Fassreste geborgen. Keines der Fässer war intakt.

Insgesamt wurden 20.063 t Abfälle abgebaut und vorbehandelt. Mit Hilfe eines Doppeltrommelsiebes erfolgte die mechanische Auftrennung der Abfälle in drei Fraktionen:

  • 8063 t (40,2%) Grobfraktion > 70 mm (vorwiegend Leichtfraktion wie Kunststofffolien, Papier, Textilien)
  • 1667 t (8,3 %) Mittelfraktion 35 mm bis 70 mm (vorwiegend Steine, Glas, Bauschutt mit Kunststoffen verunreinigt)
  • 10.334 t (51,5 %) Feinfraktion < 35 mm (vorwiegend verrottete organische Abfälle)

Die Grobfraktion, Fassreste sowie sonstige gefährliche Abfälle wurden einer thermischen Behandlung zugeführt. Die Fein- und Mittelfraktion wurde zum größten Teil auf einer Deponie für Massenabfälle entsorgt.

Überblick zu den insgesamt behandelten Abfallmengen (inklusive kontaminierter Böden) und zu den Behandlungswegen

Behandlungsweg Abfallmenge
Thermische Verwertung 10.085 t
Deponierung 101.118 t
Chem.-physikalische Behandlung 9.888 t
S 121.091 t

Räumung der Bentonitbecken

Die Räumung der beiden mit Bohrschlämmen und Bentonitsuspensionen verfüllten Becken erfolgte in folgenden Schritten:

  • Aus dem Bentonitbecken 2 wurden ca 7.500 m³ Oberflächenwasser abgepumpt, über Kies- und Aktivkohlefilter gereinigt und anschließend über einer Abwasserreinigungsanlage zugeleitet.
  • Anschließend erfolgte der Abbau der Deckschicht des Bentonitbeckens 1, wobei das nicht kontaminierte Material in einem Vorortlager bis zum Wiedereinbau zwischengelagert wurde.
  • Beim Abbau der Bentonitschlämme wurden zwei Abbauterrassen entwickelt.
  • Mittels Rüttelsieb wurde eine Grobstoffabsiebung durchgeführt, eine weitere Siebung fand in der Manipulationshalle statt.
  • Durch Zugabe von Eisen-III-Chlorid und einer Polymerlösung erfolgte eine Flockung
  • Durch eine abschließende Abpressung mittels einer Kammerfilterpresse konnten Trockensubstanzgehalte von mehr als 60 % erzielt werden.
  • Das Filtratwasser wurde zum Teil rückgeführt bzw. ausgeleitet und einer chemisch-physikalischen Behandlung zugeführt.
  • Der Filterkuchen wurde auf Deponien verbracht.

Beweissicherung an der Deponiesohle

Zur Bestimmung der geologischen Hintergrundwerte für Schwermetalle wurden an zwei Stellen außerhalb der Altlast Proben entnommen. Die lokalen Hintergrundwerte liegen größtenteils deutlich unterhalb der Sanierungszielwerte.

An der Sohle des Hausmüllbeckens wurden im Zuge von zwölf Schürfen bis in ca. 2,6 m Tiefe tiefengestaffelt Bodenprobenahmen durchgeführt sowie 4 Mischproben gezogen. An der Sohle der beiden Bentonitbecken wurden an 11 Stellen Bodenprobenahmen durchgeführt.

Für den Bereich des Hausmüllbeckens ergab die Beweissicherung an zwei von zwölf Probenahmestellen Belastungen des Bodens durch Mineralöl (KW 7.200 mg/kg TM) bzw. durch CKW (Trichlorethen 1.523 mg/kg TM, Tetrachlorethen 1.298 mg/kg TM) sowie BTEX (Toluol 83 mg/kg TS, Probenahmetiefe 0-0,1 m). Im Bereich der Probenahmestellen wurden kleinräumig weitere Bodenaushubarbeiten durchgeführt. Die erneute Beprobung im Sohlbereich ergab, dass die standortspezifischen Sanierungszielwerte eingehalten wurden.

Für die 4 Mischproben wurde der Bereich des Hausmüllbeckens in vier Quadranten aufgeteilt. Pro Quadrant wurden aus einer Tiefe bis zu 10 cm an 20 verschiedenen Stellen Proben entnommen, zu einer Mischprobe vereinigt, homogenisiert und abgefüllt. An der Mischprobe aus einem Quadranten zeigte sich in Bezug auf den Parameter Kohlenwasserstoffe mit einem Wert von 1.111 mg/kg TM eine Überschreitung des Sanierungszielwertes. Nach Entfernung einer im Durchschnitt 10 cm starken Schichte wurden der betroffene Quadrant nochmals beprobt. An einer neuen Mischprobe konnte die Einhaltung der Sanierungszielwerte (S KW 38,6 mg/kg TM) nachgewiesen werden.

Am Bentonitbecken 1 zeigte sich an einer Probenahmestelle eine Überschreitung eines Sanierungszielwertes (S KW 7.965 mg/kg TM). Die Sohle der Baugrube wurde um den Probenahmepunkt weiträumig um mindestens 30 cm abgetragen. Die neuerliche Beprobung im Dezember 2000 ergab keine weiteren Auffälligkeiten (S KW 42,1 mg/kg TM).

Grundwasserbeweissicherung

Maßnahmen zur Grundwasserbeweissicherung wurden ab dem Jahr 1991 durchgeführt. Seit dem Jahr 1993 wurden an insgesamt 23 Probenahmestellen in der Umgebung der Altlast zumeist vierteljährlich beprobt. An den Grundwasserproben wurden die allgemeinen chemisch-physikalischen Parameter des Parameterblocks 1 der Wassergüte-Erhebungsverordnung sowie Metalle und organische Schadstoffe (CKW, KW, PAK, Chlorbenzole) bestimmt.

In Bezug auf die meisten Schadstoffe zeigten sich im Grundwasserabstrom der Altablagerung im Zeitraum bis 2001 keine auffälligen Messwerte. Ab dem Jahr 1993 konnte jedoch lokal an zwei Pegeln (P13 und P16, sh. Abbildung 1) ein deutlicher Anstieg der CKW-Belastungen des Grundwassers beobachtet werden. Als Hauptkomponenten der Belastung treten Trichlorethen (max. 650 µg/l) und cis-1,2-Dichlorethen (max. 1.100 µg/l) sowie untergeordnet auch Tetrachlorethen (max. 26 µg/l) und Vinychlorid (max. 5,5 µg/l) auf. 

Auch nach Abschluss der Räumung der "Kiener-Deponie" waren an den Grundwasserproben der zwei genannten Pegel weiterhin deutliche CKW-Belastungen feststellbar. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass im Bereich der Altlast lokal noch Restkontaminationen des Untergrundes durch leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe vorhanden sind. Die Lage dieser Restkontaminationen ist zur Zeit nicht bekannt.

Zusammenfassende Bewertung der Sanierungsmaßnahmen

Zusammenfassend zeigen die vorliegenden Unterlagen und Untersuchungsergebnisse nachvollziehbar, dass durch die Räumung der ehemaligen Deponie und hochkontaminierter Untergrundbereiche das Schadstoffpotential nachhaltig minimiert wurde. Die Ergebnisse der Grundwasserbeweissicherung zeigen vor allem im Bereich einer abstromigen Grundwassersonde weiterhin sehr hohe CKW-Belastungen. Es handelt sich um eine lokale Restbelastung bei der Aufgrund der Räumung der Deponie jedoch auszuschließen ist, dass es zu einer weiterreichenden Ausbreitung der Schadstoffe kommen wird. Dementsprechend kann die Altlast auch unter Berücksichtigung der lokaler Restbelastungen als saniert bewertet werden.

 

Datum der Texterstellung:     Dezember 2001